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| OT: Amsterdamned |
| ca. 108
Minuten |
| Niederlande
1987 |
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| Regie |
| Dick Maas |
| Darsteller |
Huub
Stapel
Monique van de Ven
Serge-Henri Valcke
u.a. |
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Eine Gruppe Touristen fährt friedlich auf
einem Ausflugsboot durch die Grachten von Amsterdam. Alle sind bei guter
Laune und erfreuen sich der einzigartigen Aussicht, bis sie ein Erlebnis
machen sollen, dass wohl keiner so schnell vergessen wird. Von einer Brücke
hängt die Leiche einer Frau. Der Kapitän versucht zwar das Schiff
anzuhalten, doch der Bremsweg reicht nicht aus. Die Leiche wird über das
Glasdach des Schiffes gezogen und hinterlässt eine blutige Spur des Todes.
Doch leider war dieser, zu Schau gestellte Mord nicht der einzige, der die
Amsterdamer Bevölkerung beunruhigen soll. Es wird schnell klar, dass sich
ein Killer in den Grachten herumtreiben muss, daher sind die hier wohnenden
Taucher auch die Hauptverdächtigen. Die Tatsache, dass sehr viele Menschen
hierfür in Frage kommen, ist das große Problem von Inspektor Eric Visser.
Er ist beauftragt, den Fall zu lösen, doch mit jedem weiteren Mord steigt
der Druck auf ihn.
Der Killer ist sehr clever und trotz der Warnungen an die Bevölkerung und
den Kontrollfahrten in den labyrinthartig verschachtelten Grachten, kann er
sich ein Opfer nach dem anderen holen. Der Bürgermeister von Amsterdam
macht Eric recht deutlich, dass er alles daran setzen muss, den Killer zu
stellen, denn, wenn die Öffentlichkeit in Panik gerät, ist das schlecht
für das Bild der Stadt.
Klar ist, dass der örtliche Tauchclub irgendwie eine Anlaufstelle für den
Mörder sein muss, aber bei über 1000 Mitgliedern ist es schwer einen
begründeten Verdacht auszusprechen. Als die Polizisten den Mörder eines
Tages in der Falle glauben, ist die Freude groß! Er wurde in einer Schleuse
eingeschlossen, die nun leer gesaugt wird. Als das Wasser allerdings
verschwunden ist, liegt nichts auf dem Grund der Gracht als die
Sauerstoffflasche des Täters...
... und das Morden geht weiter |
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Meinen Respekt an die Nachbarn aus den
Niederlanden, denn dieser Film ist wirklich bemerkenswert und viel besser
als ich vermuten konnte. Europäische Produktionen haben ja meist
irgendwelche Nachteile und es gibt nur sehr wenige, die sich einen Namen
gemacht haben. „Verfluchtes Amsterdam“ gehört sicherlich zu denen mit
gutem Namen und das auch völlig zurecht. Es ist ein einzigartiger Thriller
(Grachten gibt es ja nicht überall) der von vorne bis hinten zu überzeugen
weiß.
Bereits in den ersten Minuten bekommt man einen Vorgeschmack, was einen in
den folgenden 108 Minuten alles erwartet – Die Spur des Todes zeigt sich
dem Betrachter in Form von einer über ein Glasdach geschliffenen Leiche,
was wirklich brillant in Szene gesetzt wurde. Bluttechnisch war es das zwar
weitgehend, aber dafür beginnt ab dieser Szene die Spannung, die sich bis
zum Ende hinzieht und dort seinen Höhepunkt erlebt.
Anfangs ist man sich nicht mal sicher, was der Killer überhaupt ist. Ist er
ein Mensch oder ein Monster? Aber dann wird es Gewissheit, dass es sich um
einen Menschen handeln muss, was aber nicht an der Spannung ändert. Die
Polizei tappt weiterhin im dunkeln. Besonders gelungen fand ich, dass der
Täter im Film zweimal gestellt wird aber beim ersten Mal flüchten kann und
beim zweiten ... das guckt ihr euch lieber selber an!
Dick Maas hat hier wirklich einen tollen Streifen gedreht, der als Genremix
aus Horror, Thriller und Krimi seinesgleichen sucht. Es gibt wirklich
schöne Bilder aus Amsterdam zu sehen, die einen in eine entspannte Stimmung
versetzten, die dann aber wieder jäh gestört wird, da ein weiteres
Spannungshighlight auf einen wartet. Die Schauspieler sind mir zwar allesamt
unbekannt, sie spielen aber durchaus überzeugend und authentisch. Hier
sieht man mal wieder ganz klar, dass man keine Hollywoodstars für einen
guten Film haben muss.
Man sieht also, dass es nicht immer Amerika sein muss, und ich würde mir
wünschen, mal öfter einen solch guten Film aus unserem Land oder dem
näheren Ausland zu sehen. Der Film ist bis auf ein paar Logikfehler in den
gut umgesetzten Actionszenen, die aber nicht weiter zu beachten sind,
einfach perfekt und macht Spaß! |
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