A Real Friend

Informationen

OT:Películas para no dormir: Adivina quién soy

ca.73 Minuten

Spanien 2006

Regie

  • Enrique Urbizu
Darsteller

  • Goya Toledo
  • Nerea Inchausti
  • Eduard Farelo
  • José María Pou
  • u.a.

A Real Friend

Story

Die junge Estrella scheint in ihrer eigenen Welt zu leben. Das introvertierte Mädchen ist oft alleine zu hause, scheint keine Freunde zu haben und hängt ständig vor dem Fernseher rum. Aber in der Matschscheibe gibt es keine Teletubbies, sondern harte Horror-Filme.

Estrella ist fasziniert von den Hauptdarstellern in ihren Horror-Streifen. Ob es der Mann mit Kettensäge und Menschenhaut-Maske ist oder ein Vampir. Sie mag sie alle. Und irgendwie scheinen dem jungen Mädchen diese Figuren auch im wirklichen Leben zu begegnen. Die Realität und ihre fiktive Welt scheinen zu verschmelzen. Allerdings nicht ohne Spuren zu hinterlassen….

Kritik

Der spanische Filmbeitrag „A Real Friend“ entstammt der Horror Anthology Reihe und ist deren vierter Beitrag. Enrique Urbizu wurde als Regisseur für diesen Teil der Reihe eingestellt und hat eine ordentliche, wenn auch nicht besonders gelungene Arbeit abgeliefert. Allerdings kann man Urbizu weniger für das mittelprächtige Abschneiden des Films verantwortlich machen, da die technische Seite stimmt. Es gibt durchaus gut eingefangene Bilder, nette Kamerafahrten und es wird auch versucht eine gute Stimmung aufzubauen.

Doch so richtig will das Ganze nicht funktionieren. Trotz der kurzen Laufzeit von 73 Minuten kommt es zu Längen. Und nicht gerade zu wenigen. Der Plot neben dem Videoleben der Kleinen kommt nicht nur mit einer unsympathischen, alleinerziehenden Mutter daher, sondern auch mit einer sehr schlechten Darstellerin. Die Spanierin Goya Toledo scheint mit der Rolle absolut überfordert und wirkt in einigen Momenten sogar peinlich. Ihre Tochter im Film, Estrella, die von Nerea Inchausti zum Besten gegeben. Auch nicht wirklich gut, aber wesentlich authentischer als ihre Film-Mutter.

Das nächste Problem des Film ist es, dass die Geschichte leicht verwirrend daherkommt und man unnötig nach einem nicht vorhandenen Roten Faden sucht. Mag man erst noch denken: “Cool: Eine Hommage an den Horror-Film“, denkt man wenig später: „Irgendwie sind Leatherface, Pennywise und Nosferatu im Original doch cooler…“. Denn die hier verwendeten Vorlagen erweisen sich als leere Hüllen. Quasi als billige, nichtssagende Kopie. Was diese Kopien wollen bleibt ungeklärt. Sicherlich ist es schwierig, die Gedankenwelt eines kleinen, verzweifelten Mädchens darzustellen, doch da hätten sicherlich auch fiktive Monster dazu beitragen können.

Als nächstes Problem wäre da das Tempo des Films, das viel selten mal anzieht. Spannung kommt nur selten auf und die eingestreuten Witze können nicht immer zünden. Da ist es schon verwunderlich, dass man nach der Betrachtung die DVD nicht völlig enttäuscht in die Tonne haut. Denn der Film hat das, was die anderen Teile dieser Serie und die Filme von Jaume Balagueró ("Hell’s Resident", "Fragile – A Ghost Story", "Darkness") und seinen spanischen Kollegen auch haben. Diese besondere Atmosphäre. Dieser neue Stils des Horror-Films und das unbekümmerte Handeln, dass stets leicht und locker wirkt.

„A Real Friend“ ist zwar relativ weit weg davon, ein wirklich guter Film zu sein und als eventuelle Hommage ein Rohrkrepierer. Dennoch gibt es wesentlich schlechtere Filme. Wer sich die Horror Anthology Reihe zu Gemüte führen will, kommt an diesem, vierten Teil der Serie sowieso nicht vorbei. Vielleicht sollte man zu Beginn der Betrachtung, wenn Leatherface seinen ersten Auftritt hat, einfach denken: He is no friend, no real friend.

Bewertung

Splatter A Real Friend
Spannung A Real Friend
Story A Real Friend
Ekelfaktor A Real Friend
Atmosphäre A Real Friend
Gesamt A Real Friend

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