Die letzten Amerikaner

Informationen

OT:Southern Comfort

ca.101 Minuten

USA 1981

Regie

  • Walter Hill
Darsteller

  • Keith Carradine
  • Powers Boothe
  • Fred Ward
  • u.a.

Die letzten Amerikaner

Story

Ein Trupp von US-Army-Reservisten ist in den Sümpfen von Louisiana unterwegs, um eine Durchschlagübung abzuhalten. Die Männer sind in bester Stimmung und trotz vieler verschiedener Charaktere kommt es kaum zu Reibereien.

Als sich der Navigator etwas verhaut, stehen die Soldaten vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen sie den großen See, der sich vor ihnen auftut, durchqueren, oder sollen sie ihn umlaufen und somit einiges an Zeit verlieren? Zum „Glück“ findet die Truppe nahe des Sees eine verlassene Hütte mit zwei Kanus. Der Chef überlegt kurz und entscheidet dann, sich die Boote auszuleihen. Er lässt eine Nachricht zurück und dann geht es aufs Wasser.

Nach wenigen Metern sehen die Soldaten Männer am Wasserrand. Offensichtlich die, bei denen sie sich die Boote ungefragt ausgeliehen haben. Einer in der Truppe will sich daraufhin einen Spaß erlauben, der bitteren Ernst nach sich ziehen soll. Er schießt mit seinen Platzpatronen auf die Einheimischen, doch diese finden das gar nicht witzig und erwidern das Feuer mit scharfer Munition, was den Tod des Feldwebels zur Folge hat.

Von nun an beginnt für die Soldaten ein Wettkampf mit dem Tod, in den unwegsamen Sümpfen von Louisiana, den sie normalerweise nicht gewinnen können…

Kritik

Wie einfach das Filmemachen doch manchmal sein kann. Nimm einfach ein paar Hinterwäldler, schicke sie auf eine Menschengruppe los und schon hast du einen unterhaltsamen Film. Das Ganze wird natürlich noch mit einer schönen Umgebung und etwas Blut aufgepeppt, damit auch die passende Atmosphäre entsteht.

„Die letzten Amerikaner“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie einfach es sein kann, auf einfache Art und Weise solch gute Filme herzustellen. Gleich am Anfang wird man von der wunderschönen Optik fasziniert, die wohl die schönsten Ecken des Sumpfgebietes in Louisiana zeigt. Man weiß zwar noch nicht was vor sich geht, da es nur ein paar Soldaten auf einer Durchschlagübung gibt, aber selbst diese Bilder gehen einem, aufgrund der sumpfigen Optik, unter die Haut.

Wenig später geht es dann, mit einem lauten Knall, ans Eingemachte. Die Stimmung kippt schlagartig und die, die vorher noch irgendwelche Jäger waren, werden zu Gejagten. Was eigentlich nur eine harmlose Übung werden sollte, entwickelt sich zu einem Kampf mit einem unsichtbaren Gegner, der neben dem Heimvorteil auch noch mehr Munition hat. Die Soldaten sind jeweils mit zwei scharfen Patronen ausgestattet, wohingegen die Einheimischen über weit mehr Geschosse verfügen. Und es kommt auch noch hinzu, dass die Jäger gute Fallensteller sind, die nicht nur Fallen für kleine Tiere bauen können…

Die Atmosphäre ist schon zu Beginn gut, doch bei der Jagd verstärkt sich das Ganze dermaßen, dass es einen riesigen Spaß macht, sie Story zu verfolgen. Proportional ist auch ein Spannungsanstieg festzustellen, der von einer bedrückenden Stimmung untermauert wird. Die Protagonisten, die solide dargestellt werden, müssen nun als Gruppe funktionieren, was bei den verschiedenen Charakteren gar nicht mal so einfach ist.

Walter Hill hat es verstanden, ein gutes Drehbuch intelligent umzusetzen. Es kommt eigentlich nie zu langatmigen Szenen und an die Freunde des Splatterfilms wurde auch gedacht. Einige Szenen können sich wirklich sehen lassen, da sie optisch gut gemacht sind und ihre Härte zum Film passt. „Die letzten Amerikaner“ ist ein sehr intensiver, harter, spannender und äußerst unterhaltsamer Film, der eigentlich zum Pflichtprogramm derjenigen gehört, die sich von ein paar blutigen Szenen nicht abschrecken lassen.

Bewertung

Splatter Die letzten Amerikaner
Spannung Die letzten Amerikaner
Story Die letzten Amerikaner
Ekelfaktor Die letzten Amerikaner
Atmosphäre Die letzten Amerikaner
Gesamt Die letzten Amerikaner

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