Ebola Syndrom

Ebola Syndrom

Informationen

Drehland Hongkong
Drehjahr 1996
Laufzeit ca. 97 Minuten
Regie Herman Yau
Darsteller Anthony Wong Marianne Chan Edward Corbett Lo Meng u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Kantonesisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
Ebola Syndrom

Story

Kai ist nicht nur Koch in Hongkong, sondern auch auffällig sexsüchtig und alles andere als ein netter Zeitgenosse. Eines Tages fällt er über die Frau seines Chefs her und wird dabei erwischt. Er hat die Chance, seinen Fehler wieder gut zu machen, in dem er sich selbst entmannt. Im letzten Moment entscheidet er sich aber um und tötet seinen Boss sowie dessen Schergen. Nach der Tat bleibt nur die Flucht. Und die führt Kai nach Südafrika.

Dort arbeitet er ebenfalls als Koch. Als es eines Tages in ein abgelegenes Dorf fährt, weil er dort Schweinefleisch besorgen soll, kommt es zu Problemen. Das Auto streikt und Kai wird rattig. Zu seinem Glück kommt gerade eine großbusige Eingeborene vorbei, die er schnurstracks vergewaltigt. Beim erzwungenen Akt wird er angekotzt. Und wie sich später rausstellt, mit dem Ebola-Virus infiziert.

Eigentlich müsste Kai jetzt sterben. Doch er hat Glück. Er ist einer von denen, die eine 1:10.000.000 Chance überleben. Nach kurzer Leidenszeit geht es im wieder besser und er kann sich fröhlich daran machen, den Erreger unter das Volk zu bringen. Eine globale Katastrophe droht…

Ebola Syndrom  Ebola Syndrom

Kritik

Es gibt ja nicht wenige Horror-Filme, die mit merkwürdigen Geschichten daherkommen: Geister aus dem Fernseher, seltsamste Tiere, Pflanzen die Menschen fressen, hässliche Außerirdische und so weiter und so fort. „Ebola Syndrome“ ist da keine Ausnahme. Wahrlich nicht. Auch wenn es in dem Film nicht so sehr um die Story geht, sondern der Darstellung an sich. Eine der ekeligsten Darstellungen die man wohl jemals gesehen hat.

Die Geschichte ist, wie gesagt, nicht so wirklich wichtig und schon gar nicht aussagekräftig. Ein notgeiler Typ nagelt alles, was ihm vor die Flinte kommt. Zudem ist er kriminell veranlagt. Als er eines Tages die falsche Frau vergewaltigt beginnt das Übel. Aber nicht für ihn. Warum auch, er war ja schon sein ganzes Leben bösartig. Protagonist Kai ist fatalerweise immun gegen die eingefangene Krankheit, hat aber die Fähigkeit das Virus zu verbreiten. Und das macht er ohne Unterlass.

Das war es fast auch schon. Viel mehr gibt es nicht zu sehen. Aber aufgrund einiger Parameter ist der Film alles andere als ununterhaltsam. Da wäre zum einen der Ekelfaktor. Der so ausgeprägt ist, dass man Leuten mit schwachen Mägen vor diesem Streifen warnen muss. Es wird ins Gesicht gepinkelt, ins Gesicht gekotzt, ekelhafteste Speisen werden in widerwärtigen Arten zubereitet, Blut spritzt, es wird obduziert und so ziemlich alles unternommen, was man im waren Leben nicht sehen will. In Szene gesetzt wird das meist von Protagonist Anthony Wong („Hard-Boiled“, „The Untold Story“ und sehr viele andere). Es ist eine Freude, Wong bei seiner übertriebenen Darstellung zu beobachten.

Aber bei „Ebola Syndrom“ handelt es sich ja auch um einen Film. Ein durch und durch übertriebener Film, der sich glücklicher Weise zu keinem Zeitpunkt ernst nimmt. Mehr noch: Er wurde sogar stellenweise von Regisseur Herman Yau („The Untold Story“ uva.) als Komödie ausgelegt, in der einige Lacher garantiert sind. Das Gucken macht Spaß. Von vorne bis hinten. Goretechnisch wird einem auch einiges geboten. Besonders in der Szene, wo eine Leiche obduziert wird. Die Altersfreigabe Kat. III, welche die FCA Behörde in Hongkong ausgesprochen hat, ist absolut gerechtfertigt.

„Ebola Syndrom“ ist sicherlich nur etwas für hartgesockene Horror-Fans. Die werden aber auf jeden Fall von dem gesichteten Material begeistert sein. Denn der Film ist schon etwas Besonderes. Von daher gibt es für das erwähnte Publikum auch eine uneingeschränkte Empfehlung. „Ebola Syndrom“ ist ohne Frage einer der ekeligsten Filme, die jemals auf diesem Planeten gedreht wurden.

Ebola Syndrom  Ebola Syndrom

DVD

Die DVD geht schwer in Ordnung. Bild und Ton sind so gut, wie sie wohl sein können. Der Film hat ja schon ein paar Tage auf dem Buckel und bringt entsprechende Qualitätsverluste mit. Aber es sieht alles sehr gut aus und hört sich auch sehr gut an. An eine Fülle an Extras ist leider nicht zu denken. Es gibt lediglich ein paar Trailer und vier beigelegte Sammel-Postkarten.

Das „Ebola Syndrom“ im deutschsprachigen Raum veröffentlicht wurde, ist den österreichischen Freunden von ILLUSIONS UNLTD. Films zu verdanken. Der Film kommt im 2-Disc Set raus (Kino-Version ca. 94 Min., Uncut-Version ca. 97 Min.), ist limitiert auf 3000 Exemplare und durchnummeriert. Sammler und Liebhaber sollten sich als schleunigst auf die Suche nach der DVD machen…

Bewertung

Splatter Ebola Syndrom
Spannung Ebola Syndrom
Story Ebola Syndrom
Ekelfaktor Ebola Syndrom
Atmosphäre Ebola Syndrom
Tonqualität Ebola Syndrom
Bildqualität Ebola Syndrom
Zusatzmaterial Ebola Syndrom
Gesamteindruck Ebola Syndrom

Ähnlicher Film:

Our Reader Score
[Total: 1 Average: 5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.