The Day Before – Der Anfang vom Ende

Informationen

OT:Massive Retaliation

ca. 120 Minuten

USA 1984

Regie

  • Thomas A. Cohen
Darsteller

  • Tom Bower
  • Karlene Crockett
  • Peter Donat
  • Marilyn Hassett
  • Susan O’Connell
  • Michael Pritchard
  • u.a.

The Day Before - Der Anfang vom Ende

Story

Anfang der 80er Jahre:

Die Welt steht am Abgrund. Aus dem kalten Krieg zwischen den Großmächten droht, der dritte Weltkrieg zu werden. Moskau und Washington rüsten zum nuklearen Schlag. Bei der amerikanischen Bevölkerung bricht Panik aus. Hamsterkäufe, Landflucht. Die Menschen verbarrikadieren sich in ihren Häusern, warten auf den tödlichen Blitz am Himmel. Dabei lässt die Furcht und der Überlebenswille die Menschen zu Barbaren werden. Sogar friedliche Bürger bewaffnen sich, um ihr Hab und Gut zu verteidigen. Drei Familien verschanzen sich zusammen in einem Ferienhaus auf dem Land. Bald schon müssen sie sich der ersten Eindringlinge erwehren…

Kritik

"The Day before":

Vom Cover des deutschen Verleih-Tapes von Vestron blickt ein Soldat mit ABC-Schutzmaske. Im Hintergrund ein Atompilz über der Silhouette einer Großstadt. Weltkrieg III, Endzeit. Apokalyptische Bilder steigen im Kopf auf: Rotarmisten, die durchs Oderbruch Richtung Berlin marschieren. Bunker, unterirdischen Raketensilos, Flugzeugträgern und der gleichen.

Eben solche Schreckenszenarien, wie sie seinerzeit in "The Day After – Der Tag danach" auf spannende und schockierende Weise die Grausamkeit der nuklearen Vernichtung deutlich machten.

Mit "The Day before" wollten die Produzenten ganz offensichtlich von dem Erfolg des Schockers von Nicholas Meyer profitierten. Das Ergebnis ist ein schnell heruntergekurbelter, todlangweiliger Müll. "The Day Before" ist so ziemlich der mieseste Fall von Etikettenschwindel und Trittbrettfahrerei, den die Welt des Videos erlebt hat. Zeigte "The Day After" ein Weltuntergangs-Szenario NACH dem Einschlag der Atombomben, so kann man sagen, dass bei "The Day Before" die Welt wohl schon längst im Eimer ist, bevor der nukleare Holocaust entfacht wird. Die Handlung ist so was von langweilig und trist, schlimmer kann selbst der nukleare Winter nicht sein. Von Endzeit oder drohender Apokalypse keine Spur. Hier und da mal eine Radiodurchsage, dass es irgendwo mal wieder gescheppert hat. Ansonsten darf der Zuschauer, sofern er nicht schon eingeschlafen ist, Gesprächen über horrende Benzinpreise und Grundsatzdiskussionen zum Thema Vorratsrationalisierung lauschen. Das klingt wirklich nicht sehr interessant. Ist es auch nicht! Action scheint dem Film ebenfalls ein Fremdwort zu sein. Lediglich gegen Ende kommt es zu einer kleineren Schießerei, als zwei Rednecks einen Bulli mit Kindern kapern wollen. Einer der Rednecks wird übrigens gespielt von Bob Goldthwait, dem Anarcho-Rekruten aus "Police Academy II". Leider hat er hier aber keine so krächzende Stimme. Diese witzige Einlage hätte den Film allerdings auch nicht retten können. Immerhin guckt er auch hier wie gewohnt doof in die Kamera. "Massive Vergeltung", so die Übersetzung des Originaltitels. Aha…

Aber warum richtet sie sich ausgerechnet gegen den Zuschauer??? Fazit: Ätzend langweilige Mogelpackung. Statt nuklearer Endzeit gibt es Seifenoper in der amerikanischen Prärie.

Bewertung

Splatter The Day Before - Der Anfang vom Ende
Spannung The Day Before - Der Anfang vom Ende
Story The Day Before - Der Anfang vom Ende
Ekelfaktor The Day Before - Der Anfang vom Ende
Atmosphäre The Day Before - Der Anfang vom Ende
Gesamt The Day Before - Der Anfang vom Ende

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