The Disappeared

Informationen

Drehland GB
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 96 Minuten
Regie Johnny Kevorkian
Darsteller Harry Treadaway Greg Wise Alex Jennings Tom Felton u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 16
The Disappeared

Story

Matthews ist nach dem Verschwinden seines kleinen Bruders fix und fertig. Er selbst trägt einen großen Teil der Schuld daran, weil er sich lieber mit Freunden amüsierte, als auf Tom aufzupassen. Dies ist ihm bewusst und entsprechend schlecht geht es ihm. Das Zusammenleben mit seinem alleinerziehenden Vater ist durch den Umstand auch nicht gerade besser geworden. Es steht unter ständiger Spannung.

Einige Zeit nachdem Tom verschwunden ist, guckt sich Matt ein Videoband an, auf dem ein TV-Mitschnitt über Tom zu sehen ist. Plötzlich meint er die Stimme seines für tot erklärten Bruders wahrzunehmen. Sein Kumpel Simon gibt ihm zwar den Tipp, dass Tote sich schon mal über Audio- und Videoaufnahmen bei den Lebenden melden, hält ihn aber genau wie sein Vater für einen spinnenden Freak.

Nur Amy, eine junge Nachbarin, die er gerade kennen gelernt hat, scheint ihm Glauben zu schenken. Doch schon bald weiß Matthew gar nicht mehr, was er glauben soll. Entweder geschehen merkwürdige Dinge, oder er dreht komplett durch…

The Disappeared The Disappeared

Kritik

Die Engländer beweisen mal wieder, dass gutes Filmemachen nicht schwierig sein und auch nicht viel Geld kosten muss. In diesem Fall wurde eine triste Plattenbausiedlung im Londoner Süden Schauplatz eines Mystery-Drama, welches mit denkbar einfachen Mittel hergestellt wurde.

Der Grundstein der Geschichte ist das Verschwinden eines kleinen Jungen. Dieses löst Angst, Wut und Verzweifelung bei seinem großen Bruder und dem Vater aus, die ohnehin nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Darüber hinaus gibt es einige mystische Elemente, weil es scheint, als das sich der verlorene Sohn aus einer anderen Dimension bemerkbar macht. Es scheint, weil Regisseur Johnny Kevorkian den Betrachter in seinem Langfilm-Debüt stets zwischen zwei Welten rätseln lässt: Gibt es das Übersinnliche oder hat unser jugendlicher Protagonist einen an der Meise? Diese Frage, die Suche nach dem Jungen und die erstklassige Atmosphäre sorgen in der ersten Hälfte des Film dazu, dass alles wie im Flug vergeht. Man ist beim Betrachten begeistert und deprimiert zugleich.

Die Geschichte fesselt und die geschaffene Atmosphäre versprüht Eiseskälte. Die eingefangenen Bilder in der Londoner Südstadt sind großartig. Analog dazu ist die Behausung der Mitspielenden hergerichtet. Eng, ungemütlich, ernüchternd. Alles ist zudem mit einem Kamera-Filter in ein leicht bläuliches, ungemütliches Licht getaucht. Die Musik ist passend abgemischt und wohl dosiert.

Dazu passt dann die Darstellung der Schauspieler. Harry Treadaway spielt den psychisch belasteten Matt. Er spielt die Rolle des Verstörten, bis auf kleine Ausnahmen in Extrem-Situationen sehr glaubhaft. Auch die Rolle seines Vaters, einem wütenden Mann aus der Arbeiterschicht, wird von Greg Wise authentisch rübergebracht.

Leider ist aber auch in „The Disappeared“ nicht alles Gold was glänzt. Die Story wird ganz schön ausgereizt. Das Handeln und das Suchen des Protagonisten bietet eigentlich keine Grundlage für einen knapp 90minütigen Spielzeit. Dies führt dazu, dass der Beginn der zweiten Hälfte leider etwas abflacht. Zwar kann der Film gegen Ende wieder Fahrt aufnehmen, die täuscht aber nicht über das schwache dritte Viertel hinweg. Hier hätte man sicherlich mehr Schock-Momente oder mystisches Beiwerk einfügen können. Davon gibt es zwar einiges, aber doch stark verstreut. In Sachen Blut und Gedärm gibt es für den geneigten Betrachter nicht viel zu sehen. Eigentlich sogar gar nichts. Es gehr zwar einige Male etwas härter zur Sache, richtige Spezialeffekte gibt es aber nicht.

Die braucht „The Disappeared“ aber auch gar nicht. Er funktioniert als das was er ist, bis auf den genannten Mangel, sehr gut. Das Geschehen bleibt zwar nicht nachhaltig im Gedächtnis, man hat es aber mit einem ungeschminkten Film zu tun, der gut zu unterhalten vermag.

The Disappeared The Disappeared

DVD

Unserer Redaktion lag die Presse-DVD aus dem Hause Sunfilm vor. Bild und Ton können daher ebenso bewertet werden, wie die deutsche Synchronisation, da auf der DVD nur die Original-Tonspur vorhanden ist. Als Extras sind Trailer angegeben. Die DVD wird am 04. Dezember 2009 veröffentlicht.

Bewertung

Splatter The Disappeared
Spannung The Disappeared
Story The Disappeared
Ekelfaktor The Disappeared
Atmosphäre The Disappeared
Tonqualität
Bildqualität
Zusatzmaterial
Gesamteindruck The Disappeared

Ähnlicher Film:

Our Reader Score
[Total: 0 Average: 0]

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.