White Skin

Informationen

OT:La Peau blanche

ca.90 Minuten

Kanada 2004

Regie

  • Daniel Roby
Darsteller

  • Marc Paquet
  • Frederic Pierre
  • Marianne Farley
  • u.a.

White Skin

Story

Die Studenten Thierry und Henri sind unzertrennliche Freunde, die nach einer durchfeierten Nacht etwas Besonderes erleben wollen. Sie quartieren sich in einem Freudenhaus ein und lassen sich von zwei leichten Mädchen verwöhnen. Doch plötzlich hört Thierry Schreie und kommt dem verletzten Henri zur Hilfe, der von der Prostituierten am Hals verletzt wurde. Die rabiate Dame kann entkommen. Die beiden Freunde vertuschen die schwere Verletzung, damit niemand aus der Familie mitbekommt, wo die beiden waren.

Einige Tage später verliebt sich Thierry in die rothaarige Studentin Claire, obwohl er eine Abneigung gegen Damen mit roten Haaren und blasser Haut hat. Nichtsdestotrotz führen die beiden ein stürmisches Liebesleben, bis Claire Thierry erzählt, dass sie Krebs hat. Die beiden kapseln sich von nun an ab, worunter besonders Mitbewohner Henri leiden muss.

Henri ist aber nicht nur aufgrund der neuen Situation angesäuert, er pflegt auch ein gesundes Misstrauen gegenüber Claire, was auf Gegenseitigkeit beruht. Doch wenn man Claires Familie näher kennen lernt, zeigt sich, dass Henris Argwohn nicht ganz unbegründet ist…

Kritik

Daniel Roby’ s Filmdebüt kann man als außerordentlich gelungen bezeichnen. Er setzte eine Romanvorlage mit einem geringen Budget um, und präsentiert dem Betrachter einen Vampirfilm, der sich eigentlich gar nicht mit Vampiren beschäftig.

Aber der Reihe nach…

Der Titel "White Skin" lässt ja durchaus auf einen Blutsaugerfilm schließen. Das Cover ist recht aussagekräftig und auch die Anfangssequenz suggeriert uns, dass die leichten Mädchen, respektive eines von ihnen, auf menschliche Körperflüssigkeiten oberhalb der Gürtellinie fixiert ist.

Nach dieser Szene geht es aber anscheinend in eine andere Richtung – In die einer dramatischen Liebesbeziehung. Erst kommen sich die Liebenden nicht näher und später wird das Paar von einer erschütternden Hiobsbotschaft zerrüttet. Dann aber, ganz allmählich, wird der Zuschauer mit Ungereimtheiten konfrontiert, die darauf schließen lassen, dass etwas nicht stimmt.

Komischerweise kommt der Film ganz ohne die Nennung des Wortes "Vampir" aus. Vielmehr werden Synonyme, insbesondere "Sukkubus", gebraucht, welche die eigentlichen Abläufe etwas vernebeln. Des weiteren ist auffällig und positiv zu erwähnen, dass sich der Film stark mit dem Thema Rassismus auseinandersetzt. Jeder Protagonist hat ein unterschwelliges Problem mit einer anderen Personengruppe. Die einen mögen keine Schwarzen, andere keine rothaarigen mit heller Haut und wieder andere haben offensichtliche Probleme mit Menschen einer „niederen“ Rasse (An dieser Stelle soll nicht zuviel erzählt werden…).

Das ruhige Tempo passt ungemein gut zum Film, denn trotz weniger Action-Szenen weiß er gut zu unterhalten, da immer wieder etwas anderes passiert. Auch die Darsteller, allen voran Marc Paquet und Frederic Pierre, passen gut in diesen Streifen, da sie ihre Rollen sehr glaubwürdig rüberbringen, was bei den beiden männlichen Protagonisten sicherlich nicht ganz einfach war. Es fällt auch nicht nachteilig auf, dass kaum Blut zu sehen ist. "White Skin" lebt davon, die Phantasie des Betrachters zu stimulieren und somit hat man einen völlig untypischen Genrefilm, der trotz des nicht eindeutigen Bezugs zum Vampirismus, sehr gut zu unterhalten weiß.

Bewertung

Splatter White Skin
Spannung White Skin
Story White Skin
Ekelfaktor White Skin
Atmosphäre White Skin
Gesamt White Skin

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