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Blaize Sullivan ist eine erfolgreiche
TV-Moderatorin und hat dies die ehrenvolle Aufgabe, dass komplette
amerikanische Fernsehpublikum live in das neue Jahr zu führen. In einer
besonderen Show, in der die Zuschauer den besten New-Wave-Song wählen, will
Blaize den verschiedenen Zeitzonen einen guten Rutsch bescheren und erhofft
sich natürlich auch hohe Einschaltquoten.
Doch die gute Stimmung vergeht bald, denn per Telefon meldet sich ein Mann,
der sich selbst „Evil“ nennt und androht, bei jeder 0:00 Uhr
Überschreitung eine Frau umzubringen. Durch eine Live-Schaltung ins Studio
bekommen alle Zuschauer von diesen Telefonaten mit und es macht sich im
ganzen Land eine Massenpanik breit. Besonders schlimm wird die Stimmung, als
der Unbekannte androht, dass letzte Opfer vor laufender Kamera umzubringen.
Blaize steht durch den anonymen Anruf schwer unter Schock, beschließt aber
die Show weiterlaufen zu lassen. Doch als sie dem Unbekannten plötzlich
gegenübersteht und bemerkt das er gar nicht so unbekannt ist wie sie
dachte, spitzt sich die Lage zu... |
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Also die deutsche Übersetzung des Titels „Rocknacht
des Grauens“ lässt schon ein bisschen Grauen aufkommen, geht es in dem
80er Jahre Streifen doch nicht um Rockmusik sondern den guten alten
New-Wave, den die älteren unter uns und die, die von den ganzen
Revival-Shows nicht verschont geblieben sind, kennen dürften. Aber
hautsächlich geht es in dem Film um eine Bedrohung per Telefon, die
schreckliche Wirklichkeit wird.
Die dazugehörige Story wird zwar keinen vom Hocker hauen, gut anzusehen ist
sie aber allemal und mit einer knapp 80minüten Spielzeit auch recht
kurzweilig. Es kommt zu einigen Spannungsmomenten, die von einer guten
Atmosphäre unterstrichen werden. Die Atmosphäre kommt allerdings weniger
durch eine Horrorstimmung, sondern vielmehr durch die Tatsache, dass man
sich halt in den 80er Jahren befindet, auf. Die Kleidung, die Frisuren, die
Mucke... alles erinnert einfach an die gute alte Zeit und lässt somit eine
gute Stimmung aufkommen.
Die Idee mit den verschiedenen Zeitzonen und den damit verbundenen
Frauenopfern ist ebenfalls gelungen und nicht so eine 0815-Slasher-Masche,
wie sie in unzähligen Streifen oft verfilmt wurde. Splatterfreunde werden
allerdings weniger auf ihre Kosten kommen, da es trotz der 18er Einstufung
nicht wirklich zur Sache geht. Nun ja... der Film stammt ja aus einer
schwierigen Zeit, als „Maniac“ und Konsorten den Gesetzeshütern und
Schnibbelfreunden das Leben schwer machten...
Von der schauspielerischen Seite wird man ebenfalls nicht besonders
verwöhnt und auch die Regie, inklusive Kameraeinstellungen, ist alles
andere als ein Meisterwerk. Der Verantwortliche, Emmett Alston, ist daher
auch nicht gerade zum Erfolgsregisseur mutiert und hat nach dieser Arbeit
nur noch vier Filme abgedreht, worunter sich nur ein Horrorfilm namens „Demon
Warp“ befindet, der allerdings auch nicht ganz überzeugen kann.
Alles in allem ist „Rocknacht des Grauens“ ein solider Horror-Thriller,
den man sich mal angucken kann, allerdings nicht muss. Filmsammler werden
ihn aber sicherlich gerne im Regal stehen haben, da er nur von den beiden
Altlabeln VMP (graue Serie) und ITT (Glassbox) aufgelegt wurde. |