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Bei einem schweren Unwetter über dem kleinen
verschlagenen Städtchen Fly Creek schlägt der Blitz in einen
Hochspannungsmasten ein. Unmittelbar nach dem Gewittersturm trifft der New
Yorker Kunststudent Mick in Fly Creek ein, um seine Freundin Geri zu
besuchen und einige Antiquitäten zu erstehen. Sein erstes Treffen mit den
Dorfbewohnern verläuft alles andere als harmonisch, findet er doch einen
Wurm in seinem Milchshake und wird zu allem Übel auch noch bezichtigt,
diesen selbst aus Spaß in das Getränk getan zu haben. Insbesondere dem
Sheriff ist der dreiste Stadtbursche ein Dorn im Auge.
Schon bald passieren merkwürdige Dinge: Dem Wurmköder-Händler Grimes und
dessen Sohn Roger, der versucht, Geri den Hof zu machen, kommen auf
ungeklärte Weise etwa 100.000 gefangene Würmer abhanden. Als Mick und Geri
den hiesigen Antiquitätenhändler Beardsley aufsuchen, stoßen sie nur auf
ein bis auf die Knochen abgenagtes Skelett, welches kurz darauf spurlos
verschwunden ist. Bei einem Angelausflug mit Roger wird Mick von einem Wurm
gebissen, kurz danach attackieren mehrere Würmer Roger, der mit
zerfressenem Gesicht in den nahen Wald flieht. Durch Zufall stoßen Mick und
Geri auf den Grund der schrecklichen Ereignisse:
Bei dem Blitzeinschlag haben sich mehrere tausend Volt Strom in den
wassergetränkten Boden entladen und sämtliche vormals harmlosen Würmer in
der Umgebung zu blutrünstigen Bestien mutieren lassen. Da die glitschigen
Tierchen äußerst lichtscheu sind und sich ihre Opfer vornehmlich in der
Dunkelheit suchen, kommt es ihnen sehr gelegen, dass durch die Zerstörung
der Hochspannungsleitung die Stromversorgung des Ortes zusammengebrochen
ist. Panikartig verschanzen sich die beiden zusammen mit Geri’s Mutter und
Schwester in deren Haus. Denn die Dunkelheit bricht herein. Und dann ist da
schließlich auch noch der durch die Wurmattacke wahnsinnig gewordene
Roger... |
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Der Regenwurm ist manchmal krumm, und manchmal
auch gerade.
- Und trittst Du drauf, dann kommt was raus, und das ist Marmelade!!!
Wer bislang dachte, die einzige Gefahr, die von den possierlichen
Wurmtierchen ausgehe, sei ein Genickbruch beim Ausrutschen auf deren
matschigen Innereien, wenn sie bei Regenwetter mal wieder die Bürgersteige
säumen, oder der Erstickungstod in Folge einer pubertären Wette, der wird
durch SQUIRM eines besseren belehrt und sollte schleunigst mal seine
Biologie-Kenntnisse überprüfen!!! ;-)
Vor einem für seine Zeit gerade in Mode gekommenen warnenden
Ökologiehintergrund kann SQUIRM getrost als die „Mutter aller Ekelfilme“
bezeichnet werden. Einen bleibenden Eindruck beim Betrachter hinterlassen
daher auch weniger irgendwelche harten Splatter-Effekte, sondern eher die
wirklich unappetitlichen Massenszenen von schleimigen Würmern, die sich
gleich zu Tausenden ineinander schlängeln und teilweise sogar in
bedrohlicher Großaufnahme gezeigt werden, so dass ihre Greifzähne zu
monströsen Fängen mutieren. Diese Darstellung der glitschigen Zeitgenossen
verursacht wirklich ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend. Hinzu
kommt, dass Regisseur Jeff Lieberman („Blutige Dämmerung“, USA 1981,
„Blue Sunshine“, USA 1976) sehr schön mit diesem Ekelgefühl zu spielen
versteht. So ist es sicherlich kein Zufall, dass der Sheriff in einer Szene
gerade genüsslich in Großaufnahme Spaghetti isst, so dass sich dem
Betrachter Assoziationen zu den glitschigen Kriechtieren geradezu
aufdrängen.
Die Schauspieler verstehen ihr Handwerk, so dass die Charaktere sehr
glaubwürdig rüberkommen, was nicht zuletzt auch ein Verdienst der
besonders gelungenen Synchronisation ist. Da passen einfach alle Stimmen zu
den jeweiligen Darstellern. Besonders hervorzuheben sind die Zeichnungen des
mal wieder ordentlich kleinbürgerlich dargestellten Sheriffs und des
vorlauten Studenten Mick, die sich beide nicht gerade sympathisch sind und
sich eine Art persönliches Verbal-Duell liefern. Herrlich zum Beispiel die
Szene, in der Mick den Sheriff nachäfft.
Somit wissen also nicht nur die action- und effektreichen Szenen gut zu
unterhalten, sondern auch die Dialoge und für die Story wichtigen eher
ruhigen Passagen. Sehr schön z.B. auch die ganze Stimmung, die durch
die Kulisse der ländlichen Kleinstadt mit ihren verschrobenen Einwohnern
aufgebaut wird und schon fasst backwood-mäßigen Charakter besitzt. Leider
scheint die vorliegende deutsche Videofassung von VCL in einigen
Einstellungen geschnitten. Dieses schmälert den Gesamteindruck des Filmes
aber nicht allzu sehr, da er trotzdem sehr unterhaltsam ist und mit den
verbliebenen Ekel-Effekten immer noch ein wohliges Schauergefühl beim
Zuschauer hinterlässt.
Fazit: Miraculi ist fertig!!! Glitschig ekeliger Tierhorror-Klassiker. Nicht
zu empfehlen vor dem Besuch beim Italiener um die Ecke!! |