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Es geht um einen älteren Mann, so um die 50,
mit dem Namen Lester. Der Film beginnt damit wie Lester eines Morgens sich
ein Stück Fleisch anbrät, sich ein Bier holt und vor den Fernseher sitzt.
Er legt einen Pornofilm ein, schaut zu und genießt das Stück Fleisch.
Danach sehen wir eine Kamerafahrt durchs Haus und in den Keller. Im Keller
liegt eine tote Frau auf dem Tisch, von der ein Stück Fleisch aus dem
Schenkel geschnitten wurde. Es wird sofort klar, dass es das Stück Fleisch
ist, das Lester gerade verspeist. Lester kommt jetzt in den Keller runter,
schaltet klassische Musik ein, nimmt eine Kettensäge und zerlegt die tote
Frau in Einzelteile. Danach stopft er die Überreste in den Fleischwolf und
macht Hackfleisch. Nachdem er fertig ist, schmeißt er gutgelaunt das
Hackfleisch zu den Schweinen in den Stall, die sich sehr daran
erfreuen.
Nach dieser Anfangssequenz wissen wir sofort,
dass Lester ein alter Psychopath ist. Und so ist es auch. Lester ist ein
Glücksspieler der immer wieder auf Pferderennen setzt. Natürlich spielt er
ab und zu auch Poker oder anderes. Nur er hat ein Problem. Er verliert jedes
Mal und hat so gut wie nie Glück. Da er aber sein großes Haus nicht
verkaufen will, muss er das Geld anders auftreiben. Das macht er ganz
raffiniert. Er sucht in der Zeitung nach reichen Witwen, nimmt mit ihnen
Kontakt auf und trifft sich mit ihnen. Erst läuft alles gut. Beide
amüsieren sich, gehen zusammen ins Bett, und Lester nimmt alles mit einer
Videokamera auf, als Erinnerung. Irgendwann, wenn die Situation es
erfordert, bringt Lester die Frau um, um ihr ganzes Geld zu kassieren. Denn
irgendwie muss er ja seine Glücksspiel finanzieren können.
Das einzige Problem, das er immer wieder hat,
ist, die Leiche zu entsorgen.
Das wird für ihn nach und nach zur Qual, denn die Polizei ist auf der Suche
nach dem Mörder. Nur, niemand weiß, dass es Lester ist. Es passieren
Lester nun immer mehr Missgeschicke, so dass er dauernd aufpassen muss und
in blöde Situationen kommt. So mehr kann man eigentlich gar nicht sagen,
man muss den Film einfach selber gesehen haben! |
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„When Alice broke the mirror“ ist
eigentlich kein Fulci Film wie wir ihn kennen. Normalerweise macht Fulci ja
Horrorfilme. Ich weiß gar nicht in welche Kategorie ich diesen Film jetzt
einordnen soll. Ich würde sagen er ist eine Mischung aus Komödie, Splatter
und Thriller. Viele werden jetzt denken „Was, Fulci und Komödien“?
Lucio Fulci hat früher tatsächlich auch Komödien gemacht. Er hat ganz
früher sogar fast nur Komödien gemacht, bevor er ins Splattergeschäft
ging. Nun dachte er 1988, er müsste mal wieder einen unterhaltenden Film
machen, der auch etwas lustig ist. Und es ist ihm eigentlich ganz gut
gelungen. Ich denke, Lucio Fulci muss ich ansonsten nicht großartig
vorstellen, wenn ihr aber mehr über ihn wissen wollt, dann lest meinen
Bericht zu „Die Geisterstadt der Zombies“ durch.
Splattermäßig hat der Film aber auch ein
paar drastische Szenen zu bieten. Zwar nicht viel, aber doch ein paar. Ich
werde wie üblich einfach mal zwei Bespiele geben, damit ihr euch ein Bild
machen könnt.
1) Wie oben schon gesagt wird so ziemlich am
Anfang eine tote Frau von einer Kettensäge zerlegt. Das können wir alles
in Großaufnahme sehen, wie Lester ihr erst die Arme absägt, dann die
Füße, den Kopf und schließlich den Körper.
2) Das zweite Opfer wird mit einer Keule
blutigst zusammengeprügelt und danach mit dem Kopf in den Backofen bei
lebendigem Leibe gesteckt. Der Kopf verbrennt langsam, und das Gesicht
zerschmilzt.
Es gibt noch ein paar brutale Szenen, die ich
jetzt aber nicht erwähnen werde.
So, ab hier kann jeder wieder weiterlesen.
Aber abgesehen vom Splatter ist der Film auch witzig. Gerade weil Lester
immer Probleme hat, seine Leichen zu entsorgen. Es passiert ihm im Laufe des
Films ein blöder Zufall nach dem anderen, so dass er immer am Vertuschen
ist. Also auch Leute, die Fulci normalerweise ablehnen, dürften hier etwas
Unterhaltung finden! Was auch zu erwähnen ist, sind die Frauen, mit denen
Lester sich trifft. Die sind eigentlich der Höhepunkt im Film. Die eine hat
einen Bart und ist so hässlich, dass es sogar Lester anwidert, sie zu
küssen. Die andere hat einen riesigen Pilz auf der Lippe und noch eine
andere singt ununterbrochen und hört nie auf, selbst wenn Lester ihr eine
Ohrfeige gibt. Also mit den Frauen hat man sich hier echt was ausgedacht.
Die Schauspielerische Leistung ist hier eigentlich ganz gut. Besonders gut
hat mir Lester gefallen, der seine schwierige Rolle sehr überzeugend
spielt. Er wird von Brett Kalsey gespielt. Alle anderen sind eigentlich
nicht zu erwähnen.
Das einzige, was mich an dem Film etwas stört
ist, dass man in der zweiten Hälfte des Filmes so gut wie keine
Splatterszene mehr zu sehen bekommen. Das hätte dem Film viel besser getan
wenn er zumindest gegen Ende noch eine große Splatterszene hätte. Man
könnte meinen Fulci hätte den ganzen Splatter am Anfang runtergerattert
und dann sind ihm die Ideen ausgegangen. Das zieht den Film zumindest bei
mir etwas runter. Dafür ist es aber so, wenn eine Splatterszene kommt ist
es gleich eine Richtig gute! Wie man auf den Namen „When Alice broke the
mirror“ gekommen ist kann ich mir beim besten Willen nicht erklären. Aber
was solls? So etwas kennen wir ja bei Fulcifilmen. Hauptsache der Film ist
unterhaltend, oder?
Die DVD
Nun
möchte ich auch noch ein paar Worte über die DVD verlieren. Sie ist von
Astro aus der Red Edition. Über die DVD kann man eigentlich nicht meckern,
weil der Film ungeschnitten ist, was eigentlich das wichtigste ist !! Man
kann zwei verschiedene Sprachen wählen, Deutsch und Originalsprache als
Italienisch. Von den Extras her ist der Film natürlich etwas mager. Aber
das ist ja bei solchen Filmen immer so, was ich überhaupt nicht verstehen
kann! Die Extras bieten nur eine Biographie von Lucio Fulci. Bild und Ton
ist okay. Die DVD ist übrigens in 8 Kapitel aufgeteilt. |