Die Tollwütigen

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 1971
Laufzeit ca. 80 Minuten
Regie David E. Durston
Darsteller Bhaskar Roy Chowdhury Jadine Wong Rhonda Fultz George Patterson u.a.
Bild
  • 1
  • 33:1
Ton DD2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK KJ
Die Tollwütigen

Story

Die „Sados“ machen die Gegend unsicher: In einem kleinen Örtchen trifft eine satanische Sekte ein. Erst wird eine junge Frau missbraucht, dann ein Haus besetzt. Alles noch unter einem freundlichen Deckmantel. Als dann aber der Großvater des missbrauchten Mädchens den Fremden einen Besuch abstattet, ändert sich die Situation dramatisch.

Der Opa wird verprügelt und es wird ihm LSD verabreicht. Daraufhin will sein Enkel den Großvater rächen. Er geht in den Wald und erledigt einen tollwütigen Hund. Mit dessen Blut verseucht er das Essen der satanischen Hippies. Die bemerken dann zu spät, was passiert ist. Sie werden wahnsinnig und fallen übereinander her. Aber es kommt noch schlimmer: Die Seuche wird schon bei einfachen Körperkontakt übertragen. Deswegen laufen schon bald einige der Dorfbewohner mit Schaum vor dem Mund rum…

Die Tollwütigen Die Tollwütigen

Kritik

Die Tollwut geht um. Und das, wie es der Story sicherlich zu entnehmen ist, in einer recht trashigen Art und Weise. Dennoch hat man es bei „Die Tollwütigen“, der im Original unpassender weise „I Drink Your Blood“ heißt, mit einem recht guten Film zu tun. Man soll es kaum glauben. Der völlig übertriebene Plot ist recht professionell in Szene gesetzt worden. Mit simplen Figuren und Schauspielern, die das Overacting perfekt beherrschen, kommt es hier zu einer guten Dauerunterhaltung.

Die fängt direkt zu Beginn an. Wo man die etwas andere Hippie-Gemeinschaft sehen kann. Die „Sados“ sind die Söhne und Töchter Satans. Ihr Anführer, ein nativer Amerikaner, hat mindestens einen Nagel im Kopp, was für seine Untertanen Grund genug ist, sich ihm willenlos hinzugeben. Gemeinsam geht es wenig später in ein leeres Hotel, das voll mit Ratten ist. In der Anfangs- und der Hausbetretungs-Szene kommt es dann auch jeweils zu angedeutetem Tiersnuff. Dieser ist allerdings, wie man es den Extras auf der CMV-DVD entnehmen kann, politisch korrekt. Soweit das natürlich geht. In der Folge muss dann noch ein Hund dran glauben, der als Träger der Tollwut eine zentrale Bedeutung erlangt. Ihm und dem Jungen, der ihm das Blut abzapft, ist es nämlich zu verdanken, dass die abgedrehten Hippies völlig am Rad drehen. Ein bisschen ekelig sind die Schaumeinlagen, aber die gehören bei der Tollwut ja nun mal dazu…

Witzige Einlagen, wie diese, gibt es zu Hauf. Da die Tollwütigen eine irrsinnige Angst vor Wasser haben, da sie, wie ein Mediziner im Film mitteilt, dehydrieren, behelfen sich ein paar Männer, eine tollwütige Menge mit Wasserspritzen vom Leib zu halten. Sie stehen in einem Fluss und plätschern lustig drauf los. Die sonst nihilistischen Quasi-Zombies haben dem nichts entgegen zu setzten. Witzig ist auch zu beobachten, wie die Tollwütigen unbeholfen kämpfen, sie mit Schlangen spielen oder wie sie Elektromesser richtig einsetzten.

Da wären wir auch schon bei dem Punkt Spezialeffekte angekommen. Nimmt man sich das Cover zur Brust, denkt man sich vor dem Betrachten, dass es ein richtiges Schlachtfest werden könnte. Dem ist aber nicht ganz so. Es gibt einige gute Szenen, die sind aber nicht vollends brutal und an einer Hand abzuzählen. Hier hätte man sicherlich etwas mehr Gas geben können. Da der Film aber auch ohne übermäßigen Einsatz von Kunstblut und Gummi-Attrappen gut funktioniert, kann man das locker wegstecken. Ebenfalls locker wegstecken kann man die ein oder andere Ungereimtheit. Besonders bei der Tollwut die, wie oben erwähnt zu Dehydrierung, Wasserangst und unersättlicher Fleischeslust führt. Zudem wird sie über Körperkontakt übertragen.

Von der Spannung und der Atmosphäre her siedelt sich der Film im oberen Mittelfeld an. Spannend wird es eigentlich nur gegen Ende. Und da auch nur bedingt. Man kann das Geschehen hat nicht so ernst nehmen. Die Atmosphäre versucht etwas Bedrohliches auszustrahlen, wie etwa „Night Of The Living Dead“, was natürlich auch nur sehr bedingt gelingen kann.

„Die Tollwütigen“ ist mit ein paar wenigen Längen und einigen kleineren Mängeln ein ziemlich guter B-Movie mit einer ebenso irrsinnigen wie interessanten Geschichte geworden. Mit psychedelischen und seltsam anmutenden Klängen ist er ein Genuss für Ohr und Auge. „Die Tollwütigen“ ist eine trashige Halb-Komödie mit Schaum vor dem Mund.

Die Tollwütigen Die Tollwütigen

DVD

Neben dem Film gibt es auch von der technischen und inhaltlichen Qualität des Films nur Gutes zu berichten. Bild und Ton kommen für einen so alten Schinken nahezu perfekt rüber. Klar, mit Neuerscheinungen kann die DVD nicht Schritt halten. Dennoch ist die Qualität sehr, sehr gut. Gleiches gilt für die Extras. Die Silberscheibe wurde proppevoll gemacht. Und das mit sehens- bzw. hörenswerten Inhalt. Neben dem Audiokommentar von Regisseur David E. Durston und Hauptdarsteller Bhaskar gibt es Outtakes, entfallene Szenen, den original Kinotrailer, die deutsche Schmalfilm-Fassung, die Doku „Bei den Aufnahmen des Audiokommentars“, die „The I Drink Your Blood Show“, eine kommentierte Bildergalerie, eine unkommentierte Bildergalerie, alternative Titelsequenzen und obendrauf noch ein Easter Egg und um das noch zu steigern den Bonusfilm „I Eat Your Skin“. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als den Daumen steil nach oben zu strecken.

Bewertung

Splatter Die Tollwütigen
Spannung Die Tollwütigen
Story Die Tollwütigen
Ekelfaktor Die Tollwütigen
Atmosphäre Die Tollwütigen
Tonqualität Die Tollwütigen
Bildqualität Die Tollwütigen
Zusatzmaterial Die Tollwütigen
Gesamteindruck Die Tollwütigen

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