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Eine Handvoll Backpacker sind nach Brasilien
gereist, um dort einen weiteren Höhepunkt ihrer Reiseleidenschaft zu
erleben. Aufgrund der Schönheit des Staates, der Menschen und der Unmengen
von Alkohol, die hier ausgeschenkt werden, erhoffen sie sich einen
wahrhaften Traumurlaub. Um die Landschaft zu genießen beschließen die
Touristen mit dem Bus zu ihrer nächsten Destination zu reisen, um sich die
Gegend genau angucken zu können. Doch sie sollen ihr Ziel vorerst nicht
erreichen.
Denn der wagemutige Busfahrer überschätzt sein Können und baut einen
schweren Unfall. Nur mit Glück überleben alle Insassen. Die Backpacker
müssen sich erst eine Weile vom Schock erholen, entschließen dann aber zu
Fuß weiter zu marschieren. Und das soll sich lohnen:
An einem abgelegenen Strand scheinen sie das Paradies gefunden zu haben.
Traumhafter Sand, hübsche Menschen, viele Drinks und stundenlanges
entfesseltes Tanzen macht sie zu sehr glücklichen Menschen. Als sie dann
aber am nächsten Tag erwachen, scheinen sie in einer ganz anderen Welt zu
sein. Sie wurden offensichtlich narkotisiert und dann ausgeraubt. Als sie in
das benachbarte Dörfchen gehen, um die Diebe zu finden, eskalierte die
Lage. Sie müssen fliehen, werden zu ihrem Glück aber von einem
Einheimischen begleitet, der sie in eine abgelegene Hütte bringen will, wo
sie auf den nächsten Bus warten können. Allerdings hat der Einheimische
weniger gute Absichten als es den Anschein macht. Aber das sollen die „Turistas“
bald am eigenen Leib erfahren… |
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Der neumodische Terror-Film scheint global
angekommen zu sein. Nachdem die ersten Beiträge aus Ländern wie
Großbritannien und den Vereinigten Staaten stammten, die ja für Filme
dieser Art bekannt sind, legen jetzt Länder wie Australien oder, wie in
diesem Fall, Brasilien nach. Das erfreut natürlich den geneigten Betrachter
solcher Filme, da man in sich dieser einfach gestrickten Unterordnung des
Horror-Films für jede Neuerung dankbar zeigt, auch wenn sie nur optischer
Natur ist.
Wie es zu erahnen ist, bietet „Turistas“ nicht viel Neues. Man erwartet
aber auch keine Neuerfindung des Genres, weil das einfache Strickmuster
meist ordentlich funktioniert. Und deswegen werden auch ganz einfach einige
Touristen nach Brasilien geschickt um dort ihren Urlaub in bester
Backpacker-Manier durchzuführen. Das hat ja letztens bei „Hostel“ oder
auch „Wolf Creek“ auch bestens funktioniert.
Dann gibt es einige Probleme für die Touristen, die sich dann zu einem
wahren Terror aufschaukeln. Das ist im Prinzip schon alles, was „Turistas“
zu bieten hat. Er ist von der technischen Seite her aber so gut umgesetzt
worden, dass es dem Zuschauer eine wahre Freude ist, dass Geschehen zu
beobachten. Zum einen gibt es da natürlich die wunderbaren Bilder, die mit
der Kamera festgehalten wurden, schöne Landschaften, schöne Menschen, der
Strand und als I-Tüpfelchen ein mit Wasser gefülltes Höhlensystem. Toll.
Auch spannungstechnisch versteht es der Regisseur, den Zuschauer gut unter
Strom zu setzten. Während der Beginn schön ruhig ist, nimmt die Spannung
proportional zur Lauflänge des Films zu und findet ihren Höhepunkt gegen
Ende. Atomsphärisch geht es zwar nicht sonderlich dicht zu und die
Darsteller wissen eher schlecht als recht vor der Kamera zu agieren, der
Gesamteindruck bleibt aber dennoch positiv. Auch die, für diese für den
schnell gedrehten Horror-Film üblichen Logiklöcher, wurden
glücklicherweise nicht vergessen. Da wäre als Beispiel die Szene von dem
Jungen zu nennen, der ohne Taschenlampe ins Wasser springt und mit wieder
auftaucht. Solche Szenen können den Fachmann aber nicht davon abbringen den
Streifen gut zu finden. Denn er das macht was er soll. Nämlich Horror und
Terror zu versprühen. Und das macht „Turistats“ ohne Frage. Allerdings
soll an dieser Stelle nicht auf die Auflösung des Streifens eingegangen
werden, da man mit zu viel Informationen sicherlich das Guckvergnügen
schmälert.
Aber es soll natürlich gesagt werden, dass „Turistas“ ein wirklich
guter, wenn auch etwas anspruchsloser Beitrag zum neuen Terror-Film ist. Mit
Mitstreitern wie „Wolf Creek“, „Hostel“ und Konsorten kann er ohne
Frage mithalten, wenn er auch nicht, zumindest über die gesamte Länge
betrachtet, ganz so hart ist und auch nicht mit so viel Blut spritzt. Auch
eine etwas langatmigere Szenen in den Höhlen kann die Tatsache nicht
abändern, dass der Film gelungen ist, sie führt höchstens dazu, dass man
vor der zweiten Betrachtung einige Jahre verstreichen lässt. |