Alligator

Informationen

OT:Alligator

ca. 90 Minuten

USA 1980

Regie

  • Lewis Teague
Darsteller

  • Robert Forster
  • Henry Silva
  • Robin Riker
  • u.a.

Alligator

Story

Familie Kendall befindet sich in Florida im wohlverdienten Urlaub und hält es für eine gute Idee, ihrer Tochter einen kleinen Alligator als Souvenir mitzubringen. Zu hause wird der kleine, amphibische Mitbewohner erst in ein Terrarium verfrachtet, er findet sich aber bald in der Toilette wieder, da der Familienvater offensichtlich ein Problem mit ihm hat… Die Kanalisation müsste eigentlich den sicheren Tod für den Alligator bedeuten, doch „glücklicherweise“ leitet ein Versuchslabor hormonverseuchtes Wasser und tote Versuchstiere mit dem Abwasser in die dunklen Gänge unter der Stadt, wovon sich das Tier ernähren kann. Doch die manipulierte Nahrung bleibt nicht ohne Folgen. Der Alligator wächst auf eine unnatürliche Größe an und braucht dementsprechend Nahrung, die er nun auch außerhalb des Tunnelsystems sucht. Eine Nachricht von mysteriösen Todesfällen erreicht alsbald die hiesige Polizei, die sich auf einen Kampf mit einer unbekannten Gefahr einlassen muss…

Kritik

„Alligator“, der auch unter den Titeln „Horror-Alligator“ respektive „Killer-Alligator“ vertrieben wurde, ist sicherlich der beste Streifen seiner Art. Es gibt zwar einen großen Fundus an Alligatorfilmen, doch keiner schafft es dem „Original“ von 1980 das Wasser zu reichen. Regisseur Lewis Teague, der später unter anderem noch „Cujo“ drehte, hat es geschafft, einen unterhaltsamen Monster-Tierfilm zu schaffen, der abwechslungsreich ist, viele Wendungen bietet und nur wenige Stellen hat, die etwas langatmig sind. Dies ist für dieses Subgenre sicherlich nicht der Normalfall und somit kann man bei „Alligator“ von einem Ausnahmefilm reden. Der Plot macht echt Spaß und ist im Gegensatz zu vielen Artgenossen nicht nur ein Watscheln durch den Dschungel oder ein anderes Dickicht, sondern spielt mitten in der Stadt. Dadurch konnte man einige alltägliche Elemente einbauen, die ein wenig vom eigentlichen Geschehen ablenken und somit etwas Vielfalt in die Geschichte bringen. Im Mittelpunkt steht ein geplagter Cop, der am Rande der Legalität handelt und schließlich suspendiert wird. Dies hält ihn aber nicht davon ab, sein Leben für seine Mitmenschen zu riskieren… Gespielt wird dieser Draufgänger von keinem geringeren als Robert Forster, der seine Rolle auch bemerkenswert gut in den Kasten bringt. Neben ihm können Freunde des Exploitation-Kinos noch den B-Movie Star Henry Silva bewundern, der natürlich mal wieder sein Bestes gibt. Ein ebenfalls bemerkenswertes Kriterium, das zwangsläufig zu einer positiven Bewertung führt, sind die Spezialeffekte. Zum einen hat man ein wirklich gutes Monster geschaffen, dass in vielen Szenen von einem richtigen Alligator ersetzt wird, der natürlich zwangsweise real wirkt. Viele Filme dieses Subgenres haben ja nicht umsonst so einen schlechten Ruf, denn was man sich in einigen Streifen als Monster angucken muss ist mehr als lächerlich. Zum anderen gibt es bei den Spezialeffekten dann noch jene, die das Herz der Splattergemeinde höher schlagen lassen und trotz einer Einstufung von FSK 16 gibt es einige nette Szenen zu betrachten, die für solche Verhältnisse überdurchschnittlich hart sind. Somit kann man zusammenfassend sagen, dass „Alligator“ sicherlich einer der besten Tier-Horrorfilme ist und mehr bietet als trashige Szenen, die aneinandergereiht Spaß machen sollen. Ohne Trash kommt „Alligator“ zwar auch nicht aus, dieser ist aber lediglich positiv und nicht allzu sehr im Mittelpunkt.

Bewertung

Splatter Alligator
Spannung Alligator
Story Alligator
Ekelfaktor Alligator
Atmosphäre Alligator
Gesamt Alligator

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