Leichenwagen

Informationen

OT:The Hearse

ca.97 Minuten

USA 1980

Regie

  • George Bowers
Darsteller

  • Trish Van Devere
  • Joseph Cotten
  • David Gautreaux
  • u.a.

Leichenwagen

Story

Eine Lehrerin sucht dringend etwas Erholung vom stressigen Arbeitstag und beschließt daher Urlaub in dem Haus ihrer verstorbenen Tante zu verbringen, welches viele Meilen weit weg, in einen ruhigen, kleinen Örtchen steht. Nach ihrer Ankunft merkt sie direkt die Tücken des kleinen Ortes, denn nicht jeder scheint über ihre Ankunft erfreut zu sein. Der Hausverwalter ist ein grimmiger alter Mann, der Verkäufer im hiesigen Einkaufsladen schmettert sie knallhart ab und auch der Handwerker will sie nicht wirklich unterstützen. Nur der 16 Jährige Sohn des Verkäufers bietet ihr die nötig gebrauchte Hilfe an.

Die Lehrerin fühlt sich sichtlich unwohl und zu den komischen Einwohnern des Ortes kommt des Nachts ein Leichenwagen hinzu, der sie verfolgt, was sich in den nachfolgenden Nächten wiederholen soll. Auch in ihrer neuen Behausung geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Immer wieder wird die Frau von Geräuschen hoch geschreckt und ab und an zerbersten sogar einige ihrer Fenster. Doch die Frau zeigt einen starken Willen und will unbedingt herausfinden, was hier vor sich geht…

Kritik

Wie man vielleicht merken kann, hat das Drehbuch zu „Der Leichenwagen“ nichts wirklich Innovatives zu bieten. Vielmehr gibt es eine Aneinanderreihung von verschiedenen Sachen, die man bereits in vielen Filmen betrachten konnte. Zu einen wäre dort das Spukhaus, in dem es zwar nicht wirklich, aber immerhin etwas spukt, dann natürlich der Namensgeber des Films, der immer wieder auftaucht und versucht Angst und Schrecken zu verbreiten und dann gibt es noch das Dorf, dass die neue Person nicht gerade freundlich aufnimmt.

Die ganzen Teilabschnitte sind ineinander verwoben, sorgen aber nicht wirklich für gute Unterhaltung, da alles recht emotionslos inszeniert wurde. Zudem kommt noch hinzu, dass reichlich komische Charaktere vorhanden sind, die alles andere als glaubwürdig rüberkommen. Neben der Protagonistin, die von der recht unbekannten Trish Van Devere relativ gut gespielt wird, tauchen klischeehafte Personen wie ein seltsamer Priester, ein unnahbarer Sheriff und hormongesteuerte Jugendliche auf, die den Plot alles andere als authentisch wirken lassen.

Aber der Hauptgrund des minderen Unterhaltungswertes ist die Erzählweise der Geschichte, die lasch und über weite Strecken einfach uninteressant ist und so doch für mehr Langeweile als spannende Momente sorgt. Letztgenanntes gibt es zwar (meist in Form von platzenden Fensterscheiben, was einen bald schon auf den Senkel geht) und zwischenzeitlich gibt es auch Szenen, die sehr atmosphärisch sind, dies ist in den ca. 97 Minuten Spielzeit eher die Ausnahme. Der einzige Grund, warum man nicht vorzeitig abschaltet, ist wohl die Frage nach dem Warum, denn irgendwie möchte man wissen, was es mit den ganzen Geschehnissen auf sich hat und wie die ganze Sache zu Ende geht. Wenn man dann aber gesehen hat, wie das Ganze endet fragt man sich, warum man sich das angetan hat. Gut… es gibt verschiedene Geschmäcker, aber wenn einem nur etwas hingeklatscht wird, dass so aussieht als wollten die Macher den Film abrupt beenden, fragt man sich schon warum dies erst nach 97 Minuten geschehen ist und nicht schon nach 60.

Da man die ganze Zeit über eh keine gute Unterhaltung hatte und dann das Ende, auf das man ja (mehr oder weniger) sehnsüchtig gewartet hat vollends enttäuscht, muss man natürlich zum Schluss kommen, dass „Der Leichenwagen“ einer dieser Filme ist, der zurecht in der Versenkung verschwand und für den es eigentlich keinen Grund gab, ihn von dort wieder auszugraben (Marketing hat das in form einer DVD gemacht). Zudem muss das FSK 18 der DVD bemängelt werden, das es nicht einen einzigen Grund für diese Einstufung gibt. Der Film könnte so wie er ist sicherlich ab 12 Jahren freigegeben werden, aber dann würden ihn wohl noch weniger Leute kaufen, als ohnehin schon…

Also muss man letztendlich von „Der Leichenwagen“ behaupten, dass dies ein Film ist, der wohl niemanden wirklich anspricht und den man sich getrost sparen sollte, gerade als Horror-Fan.

Bewertung

SplatterLeichenwagen
SpannungLeichenwagen
StoryLeichenwagen
EkelfaktorLeichenwagen
AtmosphäreLeichenwagen
GesamtLeichenwagen

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